Hoch oben in den Tiroler Bergen entsteht etwas ganz Besonderes: ALPQUELL. Auf seinem jahrzehntelangen Weg durch das Gestein wird das reine Quellwasser auf natürliche Weise mit wertvollen Mineralien angereichert, bevor es klar, frisch und unverfälscht an die Oberfläche tritt. Genau diese Ursprünglichkeit und Qualität bringt die Rieder’s Quellen‑Betriebe GmbH als hochwertiges Alpenmineralwasser in jede Flasche. Das Tiroler Unternehmen ist regional verwurzelt und die Mineralwassermarken ALPQUELL, TIROLER Quelle und ASTORIA sind österreichweit im Handel vertreten.
Mitten im Herzen der industriellen Wertschöpfung, wo komplexe Materialflüsse auf höchste Effizienz treffen, ist über Jahre hinweg ebenso etwas Innovatives entstanden: die Digitalisierung von ABF. Gewachsen aus tiefem Verständnis für intralogistische Prozesse, verbinden sich hier technologische Präzision, fundierte Erfahrung und innovative Ideen zu ganzheitlichen Lösungen.
Digitale Transparenz mit der Intralogistiklösung von ABF
Genau an dieser Schnittstelle setzt das gemeinsame Projekt an: Mit der Einführung einer State-of-the-Art-Intralogistiklösung unterstützt ABF die Rieder’s Quellen‑Betriebe dabei, ihre Materialflüsse zu digitalisieren. Vor dem Hintergrund wachsender Absatzmengen und steigender Anforderungen an die Lieferqualität modernisiert das Tiroler Traditionsunternehmen seine intralogistischen Prozesse. Im Fokus steht die Einführung eines integrierten Staplerleit- und Lagerverwaltungssystems auf Basis der Softwarelösung OneBase®MFT, das künftig alle Materialbewegungen transparent abbildet und steuert.
Ziel des Projekts ist eine durchgängige Nachverfolgbarkeit aller Paletten – von der Übernahme aus der Produktion bis hin zum Versand. Dadurch wird eine konsistente Bestandsführung auf Palettenebene eingeführt, welche zu höchster Transparenz verhilft und Fehlverladungen verhindert. Mit der Implementierung des Systems wird eine zentrale Datenbasis geschaffen, die Bestände in Echtzeit sichtbar macht und Lager- sowie Transportprozesse systemgestützt koordiniert.
Durchgängige Integration entlang der Prozesskette
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Anbindung der Produktionsprozesse. Die Übernahme der Paletten aus der Abfüllung wird künftig systemseitig erfasst, wobei die Materialbewegungen von den Anlagen ins Lager vollständig nachverfolgt werden. Die relevanten Materialdaten werden dabei per Schnittstelle aus dem bestehenden ERP-System in das WMS übernommen. Die für eine automatisierte Materialübernahme erforderliche technische Integration der Etikettier-Roboter und Scanner an den Produktionsausgängen wird darüber hinaus im Zuge der Detailplanung spezifiziert.
Ein weiterer zentraler Baustein der Digitalisierung ist die grundlegende Neustrukturierung der Verladeprozesse. Während aktuell Lieferscheine manuell übergeben und die Lieferungen im bestehenden ERP-System zusammengestellt werden, erfolgt künftig die Abbildung dieser Prozesse im WMS. Die Verladungen werden systemseitig organisiert und in weiterer Folge durch Fahraufträge an die Stapler effizient abgewickelt. Dabei können flexible Regelwerke, etwa zur Berücksichtigung von Mindesthaltbarkeitsdaten, einfach in die Prozesssteuerung integriert werden. So werden Einlagerungen und Auslagerungen durch Fahraufträge an die Stapler gesteuert. Dadurch wird der gesamte Materialfluss zentral koordiniert und übergeordnet überwacht.
3D-LiDAR RTLS als Innovation
Mit dem Einsatz von OneBase®MFT werden die Rieder’s Quellen Betriebe die Transparenz im Lager signifikant erhöhen und gleichzeitig die Prozessqualität im Versand nachhaltig verbessern. Die durchgängige digitale Abbildung aller Materialbewegungen reduziert Fehlerquellen und schafft die Grundlage für eine effiziente Steuerung der internen Transporte mit insgesamt sechs Staplern. Ein wesentlicher technologischer Baustein der Materialverfolgung in diesem Projekt ist ein Real-Time Locating System (RTLS), welches die Positionen der Stapler exakt ermittelt und darauf basierend die Bewegungen der Ladeeinheiten in Echtzeit erfasst. Dies ermöglicht ein präzises Material-Tracking sowie die Steuerung der Transportprozesse. Mit dem Einsatz von 3D LiDAR Ortungstechnologie in diesem Intralogistikprojekt nimmt ABF eine Vorreiterrolle im Markt ein und schafft durch die besonders genaue, robuste und flexible Lokalisierung die Grundlage für eine hochautomatisierte und zukunftssichere Intralogistik.
Im Bereich des Trackings von bemannten Flurförderzeugen setzt die vom Technologietreiber systemrocket GmbH entwickelte 3D-Ortungstechnologie neue Maßstäbe und stellt in diesem Anwendungsbereich eine absolute Neuheit dar. Ein Testpilot hat bereits gezeigt, dass dieser Ansatz deutlich besser für die in der Getränkeindustrie typischen, komplexen Lagerumgebungen geeignet ist als die herkömmliche 2D-LiDAR-Ortung. Da das System keine fix installierte Infrastruktur erfordert, kann die Intralogistiklösung später einfach auf neue Lagerbereiche ausgedehnt werden.
Fit für zukünftiges Wachstum
Als eines der wichtigsten Projektziele wird außerdem die automatisierte, elektronische Versandkommunikation (DESADV) durch das neue WMS ermöglicht. Dadurch kann die Marktposition nachhaltig gesichert werden, da künftig eine nahtlose Anbindung an Kunden und Handelspartner gewährleistet ist.
Das Projekt trägt maßgeblich dazu bei, die Logistik auf zukünftige Anforderungen und den geplanten Ausbau der Produktionskapazitäten mit einer neuen Abfüllanlage auszurichten.
Mit der geplanten Umsetzung des Projektes bis Ende 2026, wird ein klarer Schritt in Richtung digitalisierte, zukunftssichere Intralogistik gesetzt – und so gemeinsam mit ABF der Grundstein für maximale Transparenz und nachhaltiges Wachstum gelegt.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung des Projekts und auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.