Success Story
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Metals

Umbau und Modernisierung Beizanlage

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Kunde
DWK Drahtwerk Köln GmbH
Standort
Germany
Eingesetzte Lösungen

Key Benefits

DWK Drahtwerk Köln GmbH produziert Stahldrähte in hoher Qualität für unterschiedliche Einsatzbereiche. Unabhängig vom Produkt durchläuft jeder Bund die Beizanlage, wodurch diese als Herzstück der Produktion eine zentrale Rolle für Qualität, Prozessstabilität und Liefersicherheit spielt. Weil die Anforderungen je nach Anwendung stark variieren, muss die Anlage gleichzeitig leistungsfähig und hochflexibel sein, um jeden Drahtbund individuell nach Kundenvorgabe veredeln zu können.
Ausgangssituation
Die Beizstraße war seit rund dreißig Jahren in Betrieb und die bestehende Steuerung war in der Praxis unflexibel sowie fehleranfällig. Damit stießen Bedienbarkeit, Reaktionsfähigkeit und Prozesssicherheit zunehmend an Grenzen – gerade dort, wo ein stabiler Oberflächenprozess die Grundlage für alle nachfolgenden Produktionsschritte bildet.
Ziele und Herausforderung
DWK entschied sich deshalb für einen Retrofit der Beizstraße auf Simatic S7, um die Flexibilität in der Fertigung deutlich zu erhöhen und die Anlage auf moderne Produktionsanforderungen auszurichten. Die größte Herausforderung war jedoch nicht nur die technische Umstellung selbst, sondern vor allem die zeitliche Vorgabe: Der physische Umbau musste in einem einwöchigen Weihnachtsstillstand durchgeführt werden, wobei Verzögerungen unzulässig waren und die termingerechte Wiederaufnahme der Produktion absolute Priorität hatte.
Die Lösung von ABF

Im Rahmen einer Gesamtprojektlaufzeit von sechs Monaten wurde die Beizanlage im Auftrag des Partners Steuler umfassend erneuert und die Steuerungslogik neu implementiert. ABF baute die Anlage elektrisch neu auf und ersetzte die alte Simatic S5 durch eine Simatic S7-1500F, wodurch eine stabile, zukunftsfähige Grundlage für den Anlagenbetrieb geschaffen wurde.

Mit einer WinCC-Gesamtvisualisierung ist es nun möglich, Materialien in der Beizstraße in Echtzeit zu verfolgen. Gleichzeitig können individuelle Behandlungsprogramme direkt aus der ABF-Applikation erstellt werden, wodurch fixe Beizprogramme abgelöst wurden und die Anlage wesentlich flexibler auf unterschiedliche Produktanforderungen reagieren kann. Zusätzlich wurde das R&I-Schema zur Anlagenüberwachung visualisiert, der Chemo-Bereich ist vom Leitstand aus bedienbar und kann darüber hinaus über einen WinCC WebNavigator angesteuert werden.

Über die ursprünglichen Ziele der Anlagenerneuerung und Effizienzsteigerung hinaus wurde außerdem eine Anbindung an das SAP ERP-System umgesetzt, um Materialdaten zu übernehmen und eine bessere Durchgängigkeit der Informationen zwischen Produktion und IT zu erreichen.

Ergebnis und Nutzen

Durch die Modernisierung kann DWK heute eine Produktion mit Losgröße 1 realisieren, was in einem Umfeld mit sehr unterschiedlichen Kundenanforderungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt. Gleichzeitig wurde der Durchsatz erhöht und die Fehlerhäufigkeit gesenkt, was sich direkt in höherer Verfügbarkeit und stabileren Prozessen widerspiegelt.

Auch bei außerplanmäßigen Ereignissen profitiert der Betrieb von höherer Effizienz, da Automatikprogramme helfen, schneller und sicherer zu reagieren. Der Projektleiter auf ABF-Seite, Raphael Brunnthaler, betont den besonderen Erfolgsfaktor Zeit: Trotz enormen Zeitdrucks wurde der Umbau termingerecht abgeschlossen, sodass die Produktion wie geplant wieder anlaufen konnte.

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