Ausgangssituation
Ziele und Herausforderung
Die Lösung von ABF
Im Rahmen einer Gesamtprojektlaufzeit von sechs Monaten wurde die Beizanlage im Auftrag des Partners Steuler umfassend erneuert und die Steuerungslogik neu implementiert. ABF baute die Anlage elektrisch neu auf und ersetzte die alte Simatic S5 durch eine Simatic S7-1500F, wodurch eine stabile, zukunftsfähige Grundlage für den Anlagenbetrieb geschaffen wurde.
Mit einer WinCC-Gesamtvisualisierung ist es nun möglich, Materialien in der Beizstraße in Echtzeit zu verfolgen. Gleichzeitig können individuelle Behandlungsprogramme direkt aus der ABF-Applikation erstellt werden, wodurch fixe Beizprogramme abgelöst wurden und die Anlage wesentlich flexibler auf unterschiedliche Produktanforderungen reagieren kann. Zusätzlich wurde das R&I-Schema zur Anlagenüberwachung visualisiert, der Chemo-Bereich ist vom Leitstand aus bedienbar und kann darüber hinaus über einen WinCC WebNavigator angesteuert werden.
Über die ursprünglichen Ziele der Anlagenerneuerung und Effizienzsteigerung hinaus wurde außerdem eine Anbindung an das SAP ERP-System umgesetzt, um Materialdaten zu übernehmen und eine bessere Durchgängigkeit der Informationen zwischen Produktion und IT zu erreichen.
Ergebnis und Nutzen
Durch die Modernisierung kann DWK heute eine Produktion mit Losgröße 1 realisieren, was in einem Umfeld mit sehr unterschiedlichen Kundenanforderungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt. Gleichzeitig wurde der Durchsatz erhöht und die Fehlerhäufigkeit gesenkt, was sich direkt in höherer Verfügbarkeit und stabileren Prozessen widerspiegelt.
Auch bei außerplanmäßigen Ereignissen profitiert der Betrieb von höherer Effizienz, da Automatikprogramme helfen, schneller und sicherer zu reagieren. Der Projektleiter auf ABF-Seite, Raphael Brunnthaler, betont den besonderen Erfolgsfaktor Zeit: Trotz enormen Zeitdrucks wurde der Umbau termingerecht abgeschlossen, sodass die Produktion wie geplant wieder anlaufen konnte.