Success Story
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Mobility

3D-Staplerleitsystem im Hochregallager mit SAP WM Anbindung

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Kunde
Robert Bosch Sistemas Automotrices S.A. de C.v.
Standort
Mexico
Eingesetzte Lösungen

Key Benefits

Die Success Story im Videoformat

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Im Bosch Werk für Automotive Electronics in Juárez/Mexiko werden Komponenten für vernetzte, automatisierte und elektrifizierte Mobilitätslösungen produziert. Passend zu den zukunftsorientierten Produkten sollte auch die Intralogistik im Logistikzentrum konsequent „state of the art“ ausgerichtet werden. Ziel war es, im Hochregallager jederzeit den Überblick über rund 10.000 hochwertige Paletten beziehungsweise Stellplätze zu haben und gleichzeitig den Materialfluss der Staplerflotte effizient zu steuern.
Ausgangssituation
Die Lagerung und Identifikation der Artikel im Hochregal war mit der herkömmlichen Warenidentifikation per Handscanner zu zeitintensiv und dadurch fehleranfällig. Im Zuge steigender Nachfrage nach smarten Automobilkomponenten entschied sich Bosch in Juárez daher für eine Neukonzeption des Logistikzentrums, um Prozesse im Lager schneller, sicherer und transparenter zu machen.
Ziele und Herausforderungen
Eine zentrale Aufgabe war die Anbindung an das bestehende ERP‑ und Lagerverwaltungssystem SAP WM, damit Transportaufträge und Buchungen nicht mehr manuell, sondern automatisiert durchgeführt werden können. Gleichzeitig musste die Lösung auf einer heterogenen Staplerflotte aus Frontgabel‑ und Schubmaststaplern funktionieren und in kurzer Zeit produktiv gehen.
Die Lösung von ABF: 3D‑Staplerleitsystem mit RTLS und SAP WM‑Integration

Im iFOS‑Projekt (intelligent Forklift Operation System) setzte Bosch auf die Staplerleitsystem‑Innovation der ABF OneBase®MFT Intralogistik Suite. Das 3D‑Leitsystem ermöglicht auf Frontstaplern und Schubmaststaplern die automatische Verfolgung und Buchung von Europaletten im Hochregal und bildet damit die Basis für eine durchgängige Lagertransparenz.

Damit Transporte bemannter Stapler automatisiert verfolgt werden können, wurde die Staplerflotte mit innovativer Technologie ausgestattet. Dazu gehörten Engineering, Lieferung und Inbetriebnahme von Hardware für ein laserbasiertes Real‑Time‑Locating‑System (RTLS) sowie Laserhöhensensorik und Ultraschallsensorik zur automatischen Beladungserkennung auf sieben Staplern. Zusätzlich wurden industrietaugliche DLoG‑Staplerterminals integriert, um Aufträge und Informationen direkt im Fahrzeug bereitzustellen.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die standardisierte Webservice‑Schnittstelle zu SAP WM, die die automatisierte Transportbeauftragung und Rückmeldung (WM TORD) ermöglicht und damit Buchungen ohne manuelle Interaktionen unterstützt. Ergänzt wurde das System durch eine 3D‑Visualisierung und eine zentrale 3D‑MFT‑Administrator‑Applikation, wodurch Planung, Steuerung und Transparenz im Lager zentral verfügbar werden. Die Warenübernahme erfolgt über das Bodenpersonal mittels standardisierter PDA‑App, unter anderem auf Skorpio X3 Barcode‑Scannern, wodurch definierte Prozesse für den Wareneingang unterstützt werden.

Projektumsetzung
ABF erbrachte die Leistungen inklusive Projektmanagement und Dokumentation innerhalb einer Durchlaufzeit von nur sechs Monaten. In der finalen Projektphase waren ABF‑Mitarbeiter vor Ort, um die Hardwarekomponenten auf den Staplern zu montieren und das Gesamtsystem in Betrieb zu setzen. Durch den geringen Customizing‑Aufwand konnte das 3D‑Staplerleitsystem schnell an das geplante Layout angepasst werden, ohne die notwendige Funktionsabdeckung zu kompromittieren.
Ergebnis und Nutzen

Die Effizienzsteigerung bewirkte eine Erhöhung des Durchsatzes im Lager und eine deutliche Verminderung der Transportmittelflotte.

Gleichzeitig ermöglicht die Lösung eine deutlich höhere operative Transparenz, weil Materialbewegungen automatisch nachvollzogen und Buchungen direkt in SAP WM durchgeführt werden können. Durch die automatische Verfolgung und die SAP‑Integration lassen sich aufwändige Barcodescans vermeiden und die permanente Inventur wird organisatorisch erleichtert, was insbesondere bei großen Hochregallagern mit vielen Stellplätzen spürbare Vorteile schafft. Zudem berichtet Bosch von optimiertem Ressourceneinsatz, reduziertem Energieverbrauch und geringerer Unfallgefahr bei gleichzeitig voller Transparenz „vom Schreibtisch aus“.

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